Betrug & Computerbetrug: Hilfe bei 263 StGB

Hände tippen auf Laptop vor Weltkarte mit E-Commerce-Symbolen: Suche, Warenkorb, Kreditkarte, Lieferung, Zuhause.
Ein Klick zu viel. Eine Zahlung, die nie ankam. Ein Missverständnis bei einem Online-Geschäft. Plötzlich steht der Vorwurf im Raum: Betrug. Vielleicht sogar Computerbetrug. Die Polizei ermittelt. Ein Anhörungsbogen liegt im Briefkasten. Oder Sie erhalten eine Vorladung zur Vernehmung.
Betrugsvorwürfe gehören zu den häufigsten Straftaten in Deutschland. Sie können jeden treffen. Den Online-Verkäufer, der eine Ware nicht verschickt hat. Den Unternehmer, der eine Rechnung nicht beglichen hat. Den Privatmann, der bei PayPal oder eBay in einen Konflikt geraten ist.
Die Strafen für Betrug nach § 263 StGB reichen von Geldstrafen bis zu mehrjährigen Freiheitsstrafen. Hinzu kommt: Schon ein Eintrag im Führungszeugnis kann berufliche und private Konsequenzen haben.
Als Fachanwalt für Strafrecht in Koblenz verteidige ich Sie kompetent gegen jeden Betrugsvorwurf. Deutschlandweit. Diskret. Mit dem klaren Ziel, Ihre Zukunft zu schützen.
Alexander Neutz
Fachanwalt für Strafrecht
Langjähriger Erfahrung
Strukturiertes und durchsetzungsstarkes Auftreten
Schnelle & persönliche Erreichbarkeit

1. Betrug nach § 263 StGB: Die rechtlichen Grundlagen

Der Tatbestand Betrug ist in § 263 des Strafgesetzbuches (StGB) geregelt. Der Tatbestand des § 263 StGB setzt voraus, dass jemand eine andere Person durch Täuschung über Tatsachen zu einer Vermögensverfügung verleitet, die dieser oder einem Dritten einen Vermögensschaden zufügt.
Die Voraussetzungen des § 263 StGB im Einzelnen:
  • Täuschung über Tatsachen: Sie müssen unwahre Angaben gemacht oder wahre Tatsachen verschwiegen haben. Bloße Meinungsäußerungen oder Werturteile reichen für einen Betrug nach § 263 StGB nicht aus.
  • Irrtum beim Getäuschten: Die Täuschung muss bei der anderen Person zu einer falschen Vorstellung über die Wirklichkeit führen.
  • Vermögensverfügung: Aufgrund des Irrtums muss die Person eine Vermögensverfügung vornehmen. Das kann eine Zahlung, eine Lieferung oder eine andere vermögenswerte Handlung sein.
  • Vermögensschaden: Der Getäuschte oder ein Dritter muss einen Vermögensschaden erleiden. Der Schaden muss wirtschaftlich messbar sein.
  • Bereicherungsabsicht: Sie müssen sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschaffen wollen.
Ein klassisches Beispiel für Betrug: Sie verkaufen ein Produkt online, beschreiben es als neuwertig, obwohl es erhebliche Mängel aufweist. Der Käufer zahlt, erhält aber eine minderwertige Ware. Das kann den Tatbestand des § 263 StGB erfüllen.
Wichtig: Nicht jedes gescheiterte Geschäft ist Betrug nach § 263 StGB. Oft fehlt es am Vorsatz, an der Täuschung oder am Vermögensschaden. Ein erfahrener Strafverteidiger prüft genau, ob die Voraussetzungen des Betrugs tatsächlich erfüllt sind.

2. Computerbetrug nach § 263a StGB: Was ist der Unterschied?

Computerbetrug nach § 263a StGB ist die digitale Variante des klassischen Betrugs. Er ist in § 263a StGB geregelt und erfasst Fälle, in denen nicht ein Mensch getäuscht wird, sondern ein Datenverarbeitungssystem manipuliert wird.
Der entscheidende Unterschied zwischen § 263 StGB und § 263a StGB: Beim Betrug nach § 263 StGB täuschen Sie eine Person. Beim Computerbetrug nach § 263a StGB manipulieren Sie ein Computersystem oder nutzen fehlerhafte Daten aus.
Typische Beispiele für Computerbetrug nach § 263a StGB
  • Manipulation von Überweisungen durch gefälschte Daten
  • Ausnutzung von Softwarefehlern bei Online-Shops
  • Unbefugte Nutzung fremder Kreditkartendaten im Internet
  • Manipulation von Spielautomaten oder Bezahlsystemen
Auch beim Computerbetrug nach § 263a StGB ist die Bereicherungsabsicht erforderlich. Sie müssen sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschaffen wollen. Die Abgrenzung zwischen Betrug nach § 263 StGB und Computerbetrug nach § 263a StGB kann komplex sein. In der Praxis werden beide Tatbestände häufig parallel geprüft.

3. Typische Fälle: Online-Betrug, eBay-Betrug, PayPal-Betrug

Im digitalen Zeitalter haben sich die Betrugsmuster verändert. Online-Plattformen wie eBay, Amazon oder PayPal sind häufige Schauplätze von Betrugsvorwürfen nach § 263 StGB. Dabei sind die Grenzen zwischen zivilrechtlichen Streitigkeiten und strafbarem Betrug oft fließend.
eBay-Betrug
Ein klassischer Fall von Betrug: Sie verkaufen einen Artikel auf eBay. Der Käufer zahlt, aber die Ware kommt nie an. Oder umgekehrt: Sie bezahlen für einen Artikel, erhalten aber nichts. War das Vorsatz oder ein Missverständnis?
Häufige Konstellationen beim eBay-Betrug:
  • Waren werden nicht verschickt, obwohl bezahlt
  • Artikel entsprechen nicht der Beschreibung
  • Verkäufer behauptet, Ware sei verschickt worden, obwohl das nicht stimmt
  • Käufer behauptet, Ware sei nicht angekommen, obwohl sie geliefert wurde
Nicht jeder Versandverlust ist Betrug nach § 263 StGB. Oft fehlt der Vorsatz. Ein Anwalt für Betrug in Koblenz kann nachweisen, dass Sie die Ware tatsächlich verschickt haben oder dass ein technisches Problem vorlag.
PayPal-Betrug
PayPal-Käuferschutz und Verkäuferschutz können zu Missverständnissen führen. Käufer fordern ihr Geld zurück und behaupten, die Ware sei nicht angekommen. Verkäufer stehen plötzlich ohne Geld und ohne Ware da.
Typische Vorwürfe beim PayPal-Betrug:
  • Rückbuchungen trotz erfolgter Lieferung
  • Falsche Angaben gegenüber PayPal, um eine Rückerstattung zu erhalten
  • Verwendung gestohlener PayPal-Accounts
Hier ist eine detaillierte Dokumentation entscheidend. Versandbelege, Tracking-Nummern und Kommunikation mit dem Käufer können beweisen, dass kein Betrug nach § 263 StGB vorlag.
Online-Betrug allgemein
Weitere häufige Fälle sind Fake-Shops, Phishing oder die Verwendung fremder Identitäten beim Online-Shopping. Auch Social-Media-Plattformen werden für betrügerische Geschäfte genutzt. In diesen Bereichen führt die Staatsanwaltschaft inzwischen verstärkt Ermittlungen wegen Betrugs durch.
Meine strategische Verteidigung für Ihren Fall
Als Fachanwalt für Strafrecht in Koblenz stehe ich Ihnen mit meiner Erfahrung im Kontext von Betrug und Internetbetrug zur Seite. Diskret, kompetent und mit dem klaren Ziel, die bestmögliche Lösung für Sie zu erreichen.

4. Welche Strafen drohen bei Betrug und Computerbetrug?

Die Strafrahmen für Betrug nach § 263 StGB und Computerbetrug nach § 263a StGB sind identisch:
Betrug nach § 263 StGB:
  • Normalfall (§ 263 Abs. 1 StGB): Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe
  • Besonders schwerer Fall (§ 263 Abs. 3 StGB): Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren
  • gewerbsmäßig als Mitglied einer Bande (§ 263 Abs. 5 StGB): Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren
Computerbetrug nach § 263a StGB:
  • Normalfall (§ 263a Abs. 1 StGB): Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe
  • Besonders schwerer Fall (§ 263a Abs. 2 i.V.m. § 263 Abs. 3 StGB): Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren
  • gewerbsmäßig als Mitglied einer Bande (§ 263a Abs. 2 i.V.m.§ 263 Abs. 5 StGB): Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren
Ein besonders schwerer Fall des Betrugs nach § 263 Abs. 3 StGB liegt vor, wenn:
  • Sie gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handeln
  • Ein Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeigeführt wird
  • Viele Menschen in die Gefahr eines Vermögensverlustes gebracht werden
  • Sie Ihre Befugnisse oder Stellung als Amtsträger missbrauchen
  • Sie einen anderen in wirtschaftliche Not bringen
In der Praxis bedeutet das: Bei kleineren Beträgen und Ersttätern kommt bei Betrug nach § 263 StGB oft eine Geldstrafe in Betracht. Bei höheren Schäden, Wiederholungstätern oder organisiertem Vorgehen drohen Freiheitsstrafen. Schon ein Schaden von mehreren tausend Euro kann zu einer Bewährungsstrafe führen.
Neben der Strafe drohen bei Betrug:
  • Eintrag im Führungszeugnis
  • Schadensersatzforderungen der Geschädigten
  • Berufliche Konsequenzen, insbesondere bei Vertrauensberufen
  • Eine frühe und strategische Verteidigung durch einen Strafverteidiger kann entscheidend sein, um diese Folgen zu vermeiden oder zu minimieren.

5. Ihre Verteidigungsmöglichkeiten im Betrugsverfahren

Nicht jeder Betrugsvorwurf nach § 263 StGB ist gerechtfertigt. Oft fehlt es an den gesetzlichen Voraussetzungen. Als Ihr Verteidiger prüfe ich jeden Vorwurf genau und entwickle eine individuelle Strategie. Es folgen typische Verteidigungsansätze beim Betrug.
Kein Täuschungsvorsatz
Sie müssen nachweislich die Absicht gehabt haben zu täuschen. Missverständnisse, fehlerhafte Angaben oder nachträgliche Probleme bei der Vertragserfüllung sind kein Betrug nach § 263 StGB.
Kein Vermögensschaden
Wenn der vermeintlich Geschädigte keinen wirtschaftlichen Nachteil erlitten hat, liegt kein Betrug vor. Das kann etwa der Fall sein, wenn eine gleichwertige Ersatzleistung erbracht wurde.
Fehlende Bereicherungsabsicht
Wenn Sie nicht beabsichtigt haben, sich unrechtmäßig zu bereichern, fehlt ein wesentliches Merkmal des Betrugs nach § 263 StGB. Vielleicht wollten Sie nur Zeit gewinnen oder hatten mit einer späteren Zahlung gerechnet.
Zivilrechtlicher Streit statt Straftat
Viele Betrugsfälle sind in Wahrheit zivilrechtliche Auseinandersetzungen. Nicht jede unbezahlte Rechnung oder nicht gelieferte Ware ist automatisch Betrug nach § 263 StGB. Die Strafbarkeit muss gesondert geprüft werden.
Verfahrenshindernisse
Manchmal liegen formelle Fehler im Ermittlungsverfahren vor. Beweise wurden unzulässig erhoben oder Fristen nicht eingehalten. Das kann zur Einstellung führen.
Aussageverweigerungsrecht nutzen
Sie müssen sich nicht selbst belasten. Nutzen Sie Ihr Schweigerecht und sprechen Sie zunächst nur mit Ihrem Anwalt. Voreilige Aussagen bei Betrugsvorwürfen verschlechtern Ihre Position oft erheblich.
Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes im Anzug mit Krawatte, der nach vorne schaut, mit einem großen Buchstaben „N“ im Hintergrund.

6. Schadenswiedergutmachung: Kann sie die Strafe mildern?

Ja, eine Schadenswiedergutmachung kann erhebliche Auswirkungen auf das Strafmaß bei Betrug haben. Das Gesetz sieht in § 46a StGB ausdrücklich vor, dass die Bemühungen des Täters, den Schaden wiedergutzumachen, strafmildernd berücksichtigt werden.
Die Vorteile einer Schadenswiedergutmachung beim Betrug:
  1. Verfahrenseinstellung nach § 153a StPO: Wenn Sie den Schaden ausgleichen und eventuell eine Geldauflage zahlen, kann die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Betrugs einstellen. Ein Eintrag im Führungszeugnis entfällt dann.
  2. Mildere Strafe: Selbst wenn es zur Anklage wegen Betrugs kommt, wirkt sich eine Schadenswiedergutmachung strafmildernd aus. Aus einer Freiheitsstrafe kann eine Geldstrafe werden, aus einer Geldstrafe eine niedrigere Geldstrafe.
  3. Positive Signale an das Gericht: Sie zeigen Reue und Unrechtseinsicht. Das Gericht wertet dies als positives Nachtatverhalten.
Wichtig: Die Schadenswiedergutmachung bei Betrug nach § 263 StGB sollte strategisch erfolgen. Zu frühe oder falsch kommunizierte Zahlungen können als Schuldeingeständnis gewertet werden. Lassen Sie sich vor jedem Schritt von Ihrem Strafverteidiger beraten.
Nehmen Sie Kontakt auf!
In vielen Fällen erreiche ich durch geschickte Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft und dem Geschädigten eine Einstellung des Betrugsverfahrens gegen Schadenswiedergutmachung. Das erspart meinen Mandanten eine öffentliche Hauptverhandlung und alle damit verbundenen Folgen.

7. So unterstütze ich Sie als Anwalt für Betrug in Koblenz

Als Fachanwalt für Strafrecht verteidige ich Sie in allen Phasen des Betrugsverfahrens. Von der ersten polizeilichen Anfrage bis zur Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht oder Landgericht. Es folgen meine Leistungen im Überblick.
  • Sofortberatung bei Betrugsvorwurf: Sie haben Post von der Polizei oder Staatsanwaltschaft erhalten? Ich bewerte Ihre Situation sofort, erkläre die rechtlichen Hintergründe zu § 263 StGB und sage Ihnen genau, was Sie tun sollten. Keine voreilige Aussage ohne mich.
  • Akteneinsicht und Beweisanalyse: Ich beantrage vollständige Akteneinsicht und prüfe alle Beweismittel auf Verwertbarkeit. Oft finden sich Widersprüche in Zeugenaussagen oder Schwachstellen in der Beweisführung zum Betrugsvorwurf.
  • Vertretung bei polizeilichen Vernehmungen: Ich begleite Sie zur Polizei oder Staatsanwaltschaft, stelle sicher, dass Ihre Rechte gewahrt bleiben, und berate Sie, ob eine Aussage zum Betrugsvorwurf sinnvoll ist.
  • Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft: Mein Ziel ist die Verfahrenseinstellung vor der Anklage wegen Betrugs. Ich kommuniziere mit der Staatsanwaltschaft, lege entlastende Beweise vor und verhandle über eine Einstellung nach § 153a StPO.
  • Verteidigung vor Gericht: Falls es zur Hauptverhandlung wegen Betrugs nach § 263 StGB kommt, verteidige ich Sie mit fundierten rechtlichen Argumenten. Mein Ziel: Freispruch oder mildeste Strafe.
  • Rechtsmittelprüfung: Gegen ein ungünstiges Urteil wegen Betrugs kann Berufung oder Revision eingelegt werden. Ich prüfe das Urteil auf rechtliche Fehler und setze Rechtsmittel fristgerecht durch.
Ich bin deutschlandweit für Sie tätig. Obwohl meine Kanzlei in Koblenz ansässig ist, verteidige ich Sie vor allen Gerichten in Deutschland gegen Betrugsvorwürfe. Ihre Verteidigung gegen Betrug liegt in erfahrenen Händen. Im Notfall bin ich rund um die Uhr über meinen Strafverteidiger-Notruf erreichbar.

8. Fazit

  • Betrug nach § 263 StGB und Computerbetrug nach § 263a StGB können mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren, in besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahren bestraft werden
  • Nicht jeder Betrugsvorwurf ist berechtigt – oft fehlt es am Täuschungsvorsatz, Vermögensschaden oder der Bereicherungsabsicht für § 263 StGB
  • Online-Betrug, eBay-Betrug und PayPal-Betrug sind häufige Konstellationen, bei denen zivilrechtliche Streitigkeiten und Strafrecht nach § 263 StGB verschwimmen
  • Schadenswiedergutmachung kann zu einer Verfahrenseinstellung oder erheblichen Strafmilderung bei Betrug führen
  • Aussageverweigerungsrecht nutzen – sprechen Sie zunächst nur mit Ihrem Anwalt, nicht mit der Polizei über den Betrugsvorwurf
  • Frühe Verteidigung erhöht Ihre Chancen auf Einstellung des Betrugsverfahrens oder Freispruch erheblich
  • Ein Fachanwalt für Strafrecht kennt die juristischen Feinheiten von § 263 StGB und typischen Schwachstellen in Betrugsverfahren

9. Die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema (FAQ)

1. Was ist der Unterschied zwischen Betrug und Computerbetrug?
Beim Betrug nach § 263 StGB täuschen Sie eine Person über Tatsachen. Beim Computerbetrug nach § 263a StGB manipulieren Sie ein Datenverarbeitungssystem oder nutzen fehlerhafte Daten aus. In beiden Fällen benötigen Sie Bereicherungsabsicht. Ein Anwalt für Betrug in Koblenz prüft, welcher Tatbestand einschlägig ist und wo Verteidigungsansätze liegen.
2. Welche Strafe droht bei Betrug in Deutschland?
Die Strafe für Betrug nach § 263 StGB reicht von Geldstrafe bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. In besonders schweren Fällen nach § 263 Abs. 3 StGB drohen sechs Monate bis zehn Jahre Freiheitsstrafe. Die konkrete Strafe hängt von der Schadenshöhe, Ihrer Vorgeschichte und weiteren Umständen ab. Ein erfahrener Strafverteidiger kann durch geschickte Verteidigung oft eine mildere Strafe oder Verfahrenseinstellung erreichen.
3. Was sollte ich tun, wenn ich wegen Betrugs beschuldigt werde?
Kontaktieren Sie sofort einen Fachanwalt für Strafrecht. Machen Sie keine Aussagen bei der Polizei ohne anwaltliche Beratung zum Betrugsvorwurf nach § 263 StGB. Nutzen Sie Ihr Schweigerecht. Ihr Anwalt beantragt Akteneinsicht, prüft die Vorwürfe und entwickelt eine Verteidigungsstrategie. Vorschnelle Aussagen bei Betrugsvorwürfen verschlechtern Ihre Position oft erheblich.
4. Kann ein Betrugsverfahren eingestellt werden?
Ja, eine Einstellung des Betrugsverfahrens ist möglich. Insbesondere wenn Sie den Schaden wiedergutmachen, kann die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Betrugs nach § 153a StPO gegen Auflage einstellen. Auch bei fehlendem Tatverdacht oder Verfahrensfehlern ist eine Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO möglich. Ein Strafverteidiger arbeitet gezielt auf eine Einstellung hin.
5. Hilft Schadenswiedergutmachung bei einem Betrugsvorwurf?
Ja, erheblich. Eine Schadenswiedergutmachung bei Betrug nach § 263 StGB kann zu einer Verfahrenseinstellung führen oder das Strafmaß deutlich reduzieren. Das Gericht wertet dies als positives Nachtatverhalten. Wichtig ist die richtige Strategie: Lassen Sie sich von Ihrem Anwalt beraten, wann und wie Sie den Schaden ausgleichen sollten.
6. Was ist eBay-Betrug und wie wird er bestraft?
eBay-Betrug liegt vor, wenn Sie auf eBay eine Ware verkaufen, aber trotz Zahlung nicht verschicken, oder wenn Sie als Käufer den Verkäufer täuschen. Die Strafe richtet sich nach § 263 StGB und kann von Geldstrafe bis zu mehreren Jahren Freiheitsstrafe reichen. Oft handelt es sich um zivilrechtliche Streitigkeiten, die fälschlicherweise als Betrug gewertet werden. Ein Anwalt für Betrug klärt die tatsächliche Rechtslage.
7. Wann ist bei Computerbetrug eine Freiheitsstrafe wahrscheinlich?
Eine Freiheitsstrafe droht bei Computerbetrug nach § 263a StGB bei höheren Schadensbeträgen, gewerbsmäßigem Handeln, Bandenkriminalität oder Wiederholungstaten. Bei Ersttätern und geringen Schäden kommt oft eine Geldstrafe in Betracht. Die Grenze liegt im Ermessen des Gerichts. Ein erfahrener Strafverteidiger kann durch geschickte Argumentation oft eine Bewährungsstrafe statt Freiheitsstrafe erreichen.
Strafverteidiger Alexander Neutz im Anzug mit weißem Hemd und roter Krawatte blickt nach vorne.

Über den Autor

Rechtsanwalt Alexander Neutz ist Fachanwalt für Strafrecht mit Kanzleisitz in Koblenz und verteidigt Mandanten deutschlandweit in allen strafrechtlichen Angelegenheiten – vom allgemeinen Strafrecht über Wirtschafts- und Steuerstrafrecht bis hin zu Betäubungsmittel- und Kapitalstrafsachen.
Seine ausschließliche Spezialisierung auf das Strafrecht und Ordnungswidrigkeitenrecht sowie seine langjährige Erfahrung vor Gericht ermöglichen eine fundierte, zielgerichtete und diskrete Verteidigung. In dringenden Fällen ist er auch über seinen 24‒Stunden‒Notruf erreichbar.
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Alexander Neutz
Fachanwalt für Strafrecht
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Rechtsanwalt und Strafverteidiger Alexander Neutz